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Das 16-jährige Sprinttalent Lisa Mayer von der LG Langgöns-Oberkleen durfte am vergangenen Wochenende in Halle an der Saale erstmals ganz große Wettkampfluft schnuppern, als der Deutsche Leichtathletikverband seine Hallenmeister in der Altersklasse U20 ermittelte.

Die junge Niederkleenerin hat sich mit sehr guten Zeiten und als zweifache Hessen- und Süddeutsche Meisterin für dies Titelkämpfe empfohlen.

Obwohl sie noch der Altersklasse U18 angehört, lag sie nach den Vorleistungen, über 60 m an 6. Stelle und über 200 m an 8. Stelle der gemeldeten Teilnehmerinnen.

Leider musste die Gymnasiastin wegen einer leichten Fußverletzung in den beiden letzen Wochen trainingsmäßig etwas zurückfahren, was sich dann auf der 200 m Strecke schon etwas nachteilig bemerkbar machte.

Am Samstag standen nur die 200 m Vorläufe auf dem Programm. Hier galt es eine gute Zeit zu laufen um am Sonntag einen der beiden Finalläufe zu erreichen.

Lisa musste gleich im ersten Zeitlauf auf die Bahn und hatte mit Eleni Frommann vom LC Jena eine gleichstarke Läuferin hinter sich laufen.

Mayer ging das Rennen mutig an, doch die Jenaerin hatte nach ca. 100 m die Kurvenvorgabe schon fast wettgemacht. Es kam dann zu einem packenden Finish auf der Zielgerade, bei dem die Thüringerin das bessere Ende für sich hatte.

Für Lisa Mayer blieb die Uhr bei guten 24,89 Sekunden stehen. Nun begann das große Zittern, denn wer würde aus den noch folgenden sechs Zeitläufen noch schneller sein?

Groß war dann die Freude, als feststand, dass sie sich als 8. für die Finalläufe qualifiziert hatte und sie ihr Ziel erreicht hatte ein Finale bestreiten zu können.

Der Fuß verletzte Fuß hatte gehalten und man entschloss sich am Sonntagvormittag auch die 60 m in Angriff zu nehmen.

Die Niederkleenerin gewann ihren Vorlauf in sehr guten 7,72 Sekunden und qualifizierte sich für die Halbfinalläufe.

Hier ließ sie als Zweite ihres Laufes noch eine Steigerung auf 7,68 Sekunden (7,65 sec. pers. Bestzeit) folgen und schaffte mit der fünftbesten Zeit auch den Sprung ins 60 m Finale.

Die Anspannung war dann für Lisa schon sehr groß, denn sie musste innerhalb von 40 Minuten zwei Finalläufe bestreiten.

Beim 60 m Finale ging dann der Starte total in die Hose und sie rannte der Konkurrenz hinterher, erkämpfte sich trotzdem in sehr guten 7,73 Sekunden noch den 7. Platz.

Über 200 m hatte sie dann das Pech, dass sie im ersten Zeitlauf auf der schlechten Innenbahn, auf der die Kurven nicht so schnell gelaufen werden können, starten musste.

Mit einem guten Start ging sie das Rennen mutig an, wurde aber nach ca. 20 m von einem in ihrer Bahn stehenden Kameramann des Mitteldeutschen Rundfunks leicht behindert. Trotzdem ließ sie sich nicht entmutigen und beendet ihren Lauf in 25,21 Sekunden und belegte am Ende ebenfalls einen guten 7. Platz.

Mit diesem tollen Erlebnis wird Lisa Mayer mit Sicherheit auch in der Freiluftsaison mit guten Zeiten und Platzierungen auf sich aufmerksam machen.